Six Rules for Effective Forecasting
Newsmeldung vom 10.01.2009, Kategorie: Beitrag
Paul Saffo, Consulting Associate Professor an der Stanford University und Fellow an der Royal Swedish Academy of Engineering Sciences, nennt in einem Beitrag in der Harvard Business Review, Juli/August 2007, S. 122-131, sechs Regeln, die seiner Ansicht nach wichtig sind, wenn Vorhersagen getroffen werden:
- Definition des Kerns der Unsicherheit: Die höchst unwahrscheinlichen und ganz unmöglichen Zukunftsszenarien sind zu streichen. Plausible Ereignisse sind einzubeziehen, auch wenn sie unerfreulich sind.
- Beachten der S-Kurve: Viele Trends entwickeln sich erst langsam, explodieren und kühlen sich danach wieder ab. Die Kunst besteht daran, einen Trend bereits am Anfang der S-Kurve ausfindig zu machen.
- Identifizieren unpassender Dinge: Eine Heuristik zur Identifikation des Anfangs der S-Kurve besagt, auf Dinge zu achten, die die Menschen noch nicht benennen oder klassifizieren können.
- Starke Informationen schwach halten: Der Prognostiker sollte Informationen, die seine Anfangshypothesen stützen, nicht überbewerten. Nach dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung sucht er automatisch nach Informationen, die seine Meinung bekräftigen. Schwache Signale sind häufig wertvoller als starke.
- Zwei Mal so weit zurück wie nach vorne schauen: Der vergangene Entwicklungspfad kann im Rückblick Aufschluss für die aktuellen Ereignisse geben. Die erst kurz zurückliegende Vergangenheit kann jedoch täuschen.
- Gegebenenfalls keine Vorhersage machen: Selbst in turbulenten Zeiten gibt es vieles, das konstant bleibt. Manchmal ist man gut beraten, keine Vorhersagen zu treffen.
(Victor Tiberius)