Krcal (2008): Strategische Implikationen einer geringen Fertigungstiefe in der Automobilindustrie
In der Volkswirtschaftslehre findet sich die Aussage, eine geringe Fertigungstiefe sei Ausdruck einer verminderten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, die sich exemplarisch am Branchenbeispiel der Automobilindustrie nachvollziehen lasse. Geringe Fertigungstiefen können unter bestimmten Bedingungen jedoch gerade auch Ausdruck von Wettbewerbsstärke sein.
PD Dr. Hans-Christian Krcal arbeitet die Entscheidungskriterien heraus, die zu niedriger bzw. hoher Fertigungstiefe in der Automobilindustrie führen. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive ergibt sich anhand des Wertschöpfungsverständnisses, der branchenspezifischen Empirie und der bekannten theoretischen Erklärungsansätze einer niedrigen Fertigungstiefe, eine vielschichtige unternehmensstrategische Behandlung der Fertigungstiefe.
Der Beitrag ist erschienen in der zfbf, Dezember 2008, S. 778-808.
Unternehmen mit geringstmöglicher Fertigungstiefe werden auch als Schaltbrettunternehmung bezeichnet.
(Victor Tiberius)