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Pies/Hielscher/Beckmann (2009): Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensethik

In immer mehr betriebswirtschaftlichen Studiengängen nehmen ethikbezogene Inhalte Einzug. Doch ein unverbundenes Nebeneinander von BWL und Ethik ist wenig sinnvoll. Eine sinnvolle Integration beider Sphären im BWL-Studium kann gelingen, wenn ethische Fragestellungen an die BWL inhaltlich anschlussfähig sind. Hier entwickeln Ingo Pies, Stefan Hielscher und Markus Beckmann ein ordonomisches Konzept aus zehn Thesen zur Ethikausbildung von Führungskräften. Das Konzept orientiert sich vor allem auf die Befriedigung von Stakeholderinteressen innerhalb des strategischen Managements. Der Ausatz ist in der DBW 3/2009 erschienen.

Ein ähnlicher Gedankengang findet sich bei Brink/Tiberius (2005), wo Stakeholderinteressen und ethische Wertorientierungen matrixartig übereinandergelegt werden, um zu einem Ethikkodex für Führungskräfte zu gelangen. Im Einführungskapitel wird - mit Bezug auf Kohlbergs Stufen der moralischen Entwicklung - auf die Bedeutung von Erziehung und Sozialisation eingegangen (S. 20 ff.), die eine Voraussetzung zur Wirksamkeit von Verhaltenskodizes darstellen.

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