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Raynor (1998): That vision thing: Do we need it?

Visionen waren in den 1990er Jahren ein großes Thema in der Managementlehre. Wie bei vielen Modewörtern wurde das Konzept viel diskutiert. Bis heute haftet dem Begriff trotz zahlreicher Definitionsversuche etwas Nebulöses an.

Michael E. Raynor von der Harvard Business School geht in seinem bereits 1998 veröffentlichten Beitrag in der Long Range Planning näher auf den Visionsbegriff ein. Zunächst trennt er zwischen Mission und Vision. Unter Mission versteht er eine Aussage über Kunden und Kernkompetenzen, die die Wettbewerbsarena definiert, in der eine Organisation bestehen will. Die Vision ist dagegen eine Aussage über die angestrebte Zukunft innerhalb der Wettbewerbsarena, die in der Mission definiert worden ist.

In seinem Rahmenkonzept bestehen in einem Markt bestimmte Fakten und Paradigmen, aus denen Marktkräfte (market-based view) und Kernkompetenzen (resource-based view) erwachsen. Kernkompetenzen und Werte führen zur Mission. Die Mission und Marktkräfte führen zur Vision. Aus der Vision werden Ziele und Strategien (bei Raynor umgekehrt) abgeleitet.

Nachweis: Raynor, M. E. (1998): That vision thing: Do we need it?, in: Long Range Planning, 31. Jg., Nr. 3, S. 368-376.

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