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Ludema/Whitney/Mohr/Griffin (2003): The Appreciative Inquiry Summit

Change Management, Organization Development, Transorganizational Development - es gibt eine Vielzahl von Begriffen und Konzepten rund um das Thema Organisationaler Wandel. Appreciative Inquiry ist ein Ansatz zum proaktiven Management der organisationalen Veränderung, der in Deutschland bislang wenig Beachtung gefunden hat.

Während die meisten Change-Management-Ansätze von einer Problemidentifikation ausgehen und nach Strategien zur Lösung suchen, geht die Appreciative Inquiry von den Stärken der Organisation aus, womit eine konzeptionelle Nähe zum Ressource-based view bzw. Kernkompetenzansatz zu erkennen ist. Die Methode arbeitet mit den sogenannten vier Ds:

  • Discovery: Hier wird nach den besonderen Kompetenzen und Stärken einer Organisation gesucht.
  • Dream: Hier versucht man, eine Vision eines optimalen Zukunftsszenarios für die Organisation zu formulieren.
  • Design: Als Ausgangsbasis zur Erreichung dieses Szanrios wird die dazu erforderlichen "sozialen Architektur" entwickelt. Der engagierte Einsatz der Organisationsmitglieder für das hehre Ziel soll insbesondere durch Kommunikation und einen organisationsweisen Diskurs geweckt werden.
  • Destiny: Man sucht nun nach innovativen Wegen, das Szenario in die Realität umzusetzen.

Interessant an dem Ansatz ist seine umgekehrte Vorgehensweise im Vergleich zu traditionellen Methoden: Gehen die herkömmlichen Methoden von einer negativen Situation aus, betont das Appreciative Inquiry Summit die positiven, kann also als sehr optimistischer Ansatz betrachtet werden. Das Summit selbst sind eine oder mehrere Zusammenkünfte einer größeren Anzahl von Organisationsmitgliedern, in der Regel zwischen 100 und 500, bei denen der 4D-Zyklus gemeinsam bearbeitet wird. Es handelt sich somit um einen Bottum-Up-Ansatz.

Das Appreciative Inquiry Summit ist Anfang der 1980er Jahre von John Carter, David Cooperrider und Mary Ann Rainey an der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio entwickelt worden.

(Victor Tiberius)

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