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Vietor (2007): How Countries Compete

Nicht nur Unternehmen stehen im Wettbewerb - in einer globalisierten Gesellschaft konkurrieren auch Staaten miteinander um hoch qualifiziertes Personal (und damit Steuerzahler), moderne Technologien, Direktinvestitionen etc., letztlich um einen hohen Marktanteil am Weltmarkt. So wie ein Unternehmen seine strategische Geschäftspolitik ausrichtet, muss ein Staat seine Regierungsentscheidungen gut durchdenken.

Richard Vietor, Professor an der Havard Business School, hat sich mit diesem Thema über viele Jahre intensiv auseinandergesetzt. Seit Fazit sind zehn Elemente, die ein Staat implementieren muss:

  • das Recht am Privateigentum;
  • eine solide Finanzpolitik (ohne Schulden);
  • die Förderung von Sparen und Investieren;
  • die Einrichtung von Zentralbanken, die nichtinflationäres Wachstum ermöglichen;
  • die Abschaffung jeglicher Hindernisse, die den Auslandshandel und Auslandsinvestitionen einschränken;
  • ein flexibler, rechtlich nicht zu restriktiver Arbeitsmarkt;
  • ein effektives Ressourcenmanagement;
  • die Bekämpfung der Korruption;
  • der Einsatz für Einkommensgerechtigkeit (nach dem Leistungsprinzip);
  • eine ausgeglichene Handelsbilanz.

Ob diese Elemente tatsächlich zu Wettbewerbsvorteilen führen darf bezweifelt werden. Es sind höchstens die notwendigen, aber nicht hinreichenden Voraussetzungen. Wenn der Staat seinen Ordnungsrahmen so setzt, behindert er die Unternehmen nicht mehr, steuert aber auch nichts aktiv dazu bei., was über das Handeln seiner "Konkurrenten" hinausgeht. Sonderlich innovativ sind die Faktoren ebenfalls nicht. Sie sind das kleine Einmaleins liberaler Wirtschaftspolitik. Viele Ideen, etwa die steuerliche Begüstigung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen oder Maßnahmen der Weiterbildung des Personals, fehlen.

Vietor wendet seine Liste auf verschiedene Staaten, Singapur, China, Indien, Mexiko und Russland, an und zeichnet deren Strategien nach.

Das 305-seitige Buch ist im Jahr 2007 unter dem Titel "How Countries Compete: Strategy, Structure, and Government in the Global Economy" bei Harvard Business School Press erschienen.

(Victor Tiberius)

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