Vortrag an der TU Berlin

Gestern hielt ich unter dem Titel „Zukunftsgenese: Theorien des sozialen Wandels und Transformation zur Nachhaltigkeit“ im Rahmen der Jubiläumstagung des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (35 Jahre) einen Vortrag über ausgewählte Thesen des bereits 2012 erschienenen Buches Zukunftsgenese und deren Implikationen für eine Transformation zur Nachhaltigkeit.

tagungsprogramm_24-11-2016

 

HRK-Vorschläge zur Neuordnung der Akkreditierung

Vorschläge für die künftige Gestaltung des Akkreditierungssystems und der Akkreditierungsverfahren hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vorgelegt. Die Akkreditierung soll demnach zu einem wissenschaftsnahen Verfahren der Qualitätssicherung und Rechenschaftslegung im Sinne eines Audits umgestaltet werden und sich am europäischen Regelwerk „European Standards and Guidelines“ ausrichten. Dabei sollen die Agenturen beratende und organisatorische Dienstleistungen anbieten können, ihre Einbeziehung in Akkreditierungsverfahren aber nicht verpflichtend sein. Entscheidungsinstanz für alle Verfahren soll der Akkreditierungsrat werden.

„Die Neuordnung des Akkreditierungssystems muss im Sinne der Wissenschaft erfolgen“, betonte HRK-Präsident Professor Horst Hippler. „Das heißt, dass in allen Gremien die Wissenschaft die Mehrheit haben muss.“ Die Hochschulen müssten mehr Verantwortung für die Qualität ihres Studienangebots selbst übernehmen können und in höherem Umfang als bisher an der Durchführung der Akkreditierungsverfahren beteiligt werden, ohne dass die Mitwirkung der Studierenden und der Berufspraxis in Frage gestellt werde. Nach Ansicht der HRK müssen Hochschulen insbesondere selbst entscheiden dürfen, ob sie die Dienstleistungen der Agenturen für ihre Qualitätsentwicklung nutzen oder stattdessen gegebenenfalls innovative Verfahren selbstständig durchführen wollen.

Die Kultusministerkonferenz wird aller Voraussicht nach im Dezember den Staatsvertrag zur Neuordnung des Akkreditierungswesens verabschieden (vgl. Newsletter 10/2016), nachdem das Bundesverfassungsgericht im März des Jahres die Qualitätssicherung von Studium und Lehre durch externe Akkreditierungsagenturen als verfassungswidrig beanstandet hatte.

Quellen: DHV-Newsletter 11/2016, HRK-Pressemitteilung 4045