Deutschland spart bei Hochschulen

Deutschlands Ausgaben bei den Hochschulen halten nicht mit den gewachsenen Studierendenzahlen Schritt. Zwar seien sie um neun Prozent gestiegen, pro Studierenden wurden aber elf Prozent weniger investiert als 2010. Das geht aus dem aktuellen Bericht „Bildung auf einen Blick“ hervor, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am 12. September 2017 vorgestellt hat. Während bei der Bildungsfinanzierung und den Ausgaben für Forschung und Entwicklung der Anteil am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland bei nur 4,3 Prozent lag, betrug er im OECD-Schnitt 5,2 Prozent.

Laut OECD ist zwischen 2005 und 2015 die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Deutschland um rund 20 Prozentpunkte auf 63 Prozent gestiegen. Unter keinem der anderen zum Vergleich herangezogenen 35 Industriestaaten war der Wert so hoch. Mehr als ein Drittel aller Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen stamme zudem aus den Studienfächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Auch dies sei OECD-weit der Spitzenwert, heißt es in dem Bericht weiter. Allerdings seien Frauen in den meisten MINT-Fächern unterrepräsentiert. Sie stellen demnach nur 28 Prozent der Studienanfänger dar. Der OECD-Durchschnitt liegt mit 30 Prozent etwas höher. Gleichzeitig gebe es in anderen Fächern deutlich mehr Studienanfängerinnen als Studienanfänger. Im Fach Pädagogik seien beispielsweise 80 Prozent der Studienanfänger in Deutschland Frauen.

Die OECD-Bildungsexperten bescheinigten dem deutschen Bildungssystem trotzdem, besser als das anderer Länder auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt zu sein. Dafür sorgt ihres Erachtens insbesondere auch die duale Ausbildung. Junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren mit dualer Berufsausbildung seien hierzulande im Schnitt zu 86 Prozent beschäftigt, solche mit einem Tertiärabschluss zu 87 Prozent. Die Beschäftigungsquote in den MINT-Fächern sowie in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften lag bei 90, bei den Sozial- und Geisteswissenschaften bei 84 Prozent.

Wiederum kritisch bewertete die OECD die soziale Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems. Der Anteil der Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit Eltern, die keine Hochschule besucht haben, bleibe mit 14 Prozent in der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen ähnlich groß wie bei den 45- bis 59-Jährigen mit 13 Prozent.

Quelle: DHV-Newsletter 9/2017.

Vortrag: „Modeerscheinung, Hype, Me-too: Gute und schlechte Fintech-Geschäftsmodelle“ an der Goethe-Universität

Heute habe ich auf der 3. Konferenz für Finanztechnologie beim Center for Financial Studies der Goethe-Universität Frankfurt am Main einen Vortrag gehalten zum Thema: „Modeerscheinung, Hype, Me-too: Gute und schlechte Fintech-Geschäftsmodelle“.

 

Fotograf: Dirk Uebele

Zu den Vortragsslides.

Konferenzbericht: Besser eigene Ideen entwickeln, Lieber gemeinsam agieren.

Neues Ehrenamt

Heute bin ich als ehrenamtlicher Richter am 13. Senat des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vereidigt worden und durfte an sechs Fällen teilnehmen.