Deutschland holt bei Bildung auf

Deutschland hat in den vergangenen Jahren in mehreren Bildungsbereichen aufgeholt. Für Kinder aus ärmeren Familien und Einwandererkinder jedoch ist ein Aufstieg durch Bildung noch immer schwierig. Das geht aus dem aktuellen Bericht „Bildung auf einen Blick“ hervor, den die OECD am 11. September 2018 vorgestellt hat.

Traditionell legt die OECD großen Wert auf die Hochschulbildung und würdigt, dass sich in Deutschland heute mehr als die Hälfte aller jungen Erwachsenen (53 Prozent) an einer Hochschule einschreiben. Das liegt zwar unter dem OECD-Schnitt von 58 Prozent, ist aber in Deutschland auf dem Arbeitsmarkt nicht so entscheidend, wenn die jungen Leute stattdessen eine Berufsausbildung haben. So haben mit 83 Prozent fast ebenso viele Menschen mit Berufsausbildung eine Beschäftigung wie diejenigen mit Hochschulabschluss (87 Prozent). Finanziell lohnender ist ein Studium aber auf jeden Fall. Ein Handwerker mit Meister- oder Technikerausbildung verdient zwar 51 Prozent mehr als jemand, der lediglich einen berufsbildenden Abschluss hat. Doch mit Bachelorabschluss sind es 65 Prozent und mit Master oder Promotion 83 Prozent mehr.

In keinem anderen OECD-Land ist der Abschluss in den MINT-Fächern so beliebt wie in Deutschland, heißt es weiter. Mehr als ein Drittel aller Absolventinnen und Absolventen (36 Prozent) erwarb 2016 einen Hochschulabschluss oder einen berufsorientierten tertiären Bildungsabschluss in einem der Fächer (OECD-Durchschnitt: 24 Prozent). Das Interesse von Frauen an einem Promotionsstudium, auch in MINT-Fächern, ist ebenfalls gestiegen. Fast jeder zweite Anfänger im Promotionsstudium in Deutschland ist eine Frau und rund 37 Prozent der Anfängerinnen entschieden sich für eine Promotion in einem MINT-Fach. Im OECD-Durchschnitt sind es lediglich 31 Prozent.

Bei den Promovierenden belegt Deutschland mit einer Anfängerquote von 3,8 Prozent nach Spanien (3,9 Prozent), dem Vereinten Königreich (4,0 Prozent) und der Schweiz (4,7 Prozent) einen Spitzenplatz. Der OECD-Durchschnitt beträgt 2,5 Prozent. Werden internationale Promotionsanfängerinnen und -anfänger ausgeklammert, liegt Deutschland gemeinsam mit Spanien mit jeweils 3,2 Prozent im internationalen Ranking sogar an erster Stelle (OECD-Durchschnitt: 1,7 Prozent).

Quellen: OECD und DHV Newsletter 08/2018.

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