Prof. Dr. Klaus Möller (Professur für Unternehmensrechnung und Controlling in Göttingen) und Dr. Mischa Seiter (International Performance Research Institute in Stuttgart) befassen sich mit dem Zusammenhang zwischen den Kommunikationsprozessen in Unternehmensnetzwerken und ihrem Einfluss auf deren Erfolg. Kommunikation ist sozusagen das Schmiermittel in Kooperationen, durch den interorganisationale Prozesse koordiniert werden. Ziel des Beitrags ist vor diesem Hintergrund, die Rolle der Kommunikation in Kooperationen zu untersuchen und Gestaltungsempfehlungen abzugeben. Als abhängige Größe wird dabei der (monetäre) Kooperationserfolg betrachtet. Die Ergebnisse basieren auf einer großzahligen empirischen Untersuchung zu Unternehmensnetzwerken in Deutschland (n = 103). Auf Basis institutionenökonomischer Ansätze wurde ein Strukturgleichungsmodell entwickelt und empirisch getestet. Es konnte gezeigt werden, dass Kommunikation in Netzwerken eine zentrale, jedoch komplexe mediierende Rolle spielt. Kommunikation wirkt nur dann erfolgssteigernd, wenn sie opportunismusmindernd wirkt. Eine direkte Wirkung von Kommunikation auf den Erfolg existiert dagegen nicht.

Der Beitrag ist in der ZfM, 3. Jg., Nr. 1, S. 5-22, erschienen.