Kurt W. Schönherr/Victor Tiberius (Hrsg.) (2014): Lebenslanges Lernen, Wiesbaden (Springer VS)

Inhalt

 

lebenslanges-lernenRita Süssmuth
Lebenslanges Lernen – Relevanz und Stellenwert

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I.    Theoretische und normative Perspektiven

Rolf Arnold & Matthias Rohs
Von der Lernform zur Lebensform

Paul Imhof & Reinhard Brock(†)
Lernen, Wissen, Lehren

Michael Krämer
Im eigenen Leben zu Hause – Von der notwendigen Unfunktionalität von Bildung

Regina Sörgel
Lebenslanges Lernen zwischen Profit und Verantwortung

Eberhard Ulich
Arbeitsinduziertes Lernen

 

II.    Schulstufen und Lebensphasen

Monika Auweter-Kurtz
Lebenslanges Lernen in Naturwissenschaft und Technik

Sebastian Czaja
Alles hat seine Zeit – Lebenslanges Lernen: Chance oder schulische Reparaturwerkstätte?

Uwe Elsholz
Akademische und berufliche Bildung – Überwindung der Trennung durch lebenslanges Lernen?

Markus Marquard
Lernen im Alter – Aktives Altern selbst gestalten!

Margret Ruep
Bildungsgerechtigkeit und Gemeinschaftsschule

Wendelgard Saßnick-Lotsch & Karlheinz Rebel
Professionsbezogenes Wissen erweitern – Lebenslanges Lernen im Lehrerberuf

Marion v. Wartenberg
Der Eintritt in die Arbeitswelt – So gelingt jungen Menschen der Übergang

Ulrich Zuber
Der Arbeitsplatz der Zukunft – Entwicklungspfad für eine lern- und wandlungsfähige Institution

 

III.    Praxisbeispiele

Roland Bauer, Kiriakoula Damoulakis & Norbert Lurz
Bündnis für Lebenslanges Lernen in Baden-Württemberg – Experiment und Erfolgsgeschichte gleichermaßen

Heike Brucksch-Vieth & Hermann Scheiring
Sommerschulen in Baden-Württemberg – Individuelle Förderung durch motivierende Lernangebote in den Sommerferien

Rüdiger Frey
Kultur und Bildung – Ein Modell für lebenslanges Lernen im ländlichen Raum

Sabine Kurtz
Lehrerbildung in Baden-Württemberg – Status quo und Optimierungspotenziale

Wolfgang Neuser
Lebenslanges Lernen in Leitungsverantwortung

Andreas Weber & Ulrike Vogelmann
„Neue Brücken bauen … zwischen Generationen, Kulturen und Institutionen“ – Ein Programm der Baden-Württemberg Stiftung    271

 

Vorwort

Lebenslanges Lernen ist nicht nur Pflicht, um in unserer dynamischen Welt die berufliche Mobilität zu erhöhen, sich neue Karrieremöglichkeiten zu erschließen oder den Arbeitsplatz zu sichern. Es ist auch Kür und Bedürfnis für jeden, der nach Mündigkeit, Selbstverantwortung und Kompetenz strebt und die Gesellschaft, in der wir leben, aktiv und verantwortungsbewusst zum Besseren mitgestalten will.

Leben ist Lernen: Permanente Anpassung an neue Gegebenheiten, die Befriedigung von Neugier, das Verstehen- und Könnenwollen, die Bildung der eigenen Persönlichkeit um ihrer selbst willen. Insofern ist Lebenslanges Lernen eine Notwendigkeit und insofern eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wir haben die Eigeninitiative in unserem stark institutionalisierten Bildungssystem, in dem das Lernen(müssen) von außen an uns herangetragen wird, nur verlernt. Erfreulicherweise ist seit einigen Jahren zu erkennen, dass das Thema des Lebenslangen Lernens verstärkt in das gesellschaftliche Bewusstsein dringt und von mehr und mehr Menschen auch gelebt wird.

Vor diesem Hintergrund ist das Anliegen des vorliegenden Buchprojekts, den Themenkomplex Lebenslanges Lernen in seinen vielseitigen Facetten zu diskutieren. Das Thema ist in der Tat facettenreich. Es umfasst zahlreiche theoretische Überlegungen und normative Werturteile, von denen wir im ersten Teil des vorliegenden Buchs natürlich nur einen Bruchteil diskutieren können.

Lernen beginnt direkt nach der Geburt im Kreise von Familie, Freunden und Bekannten, verlagert sich in das institutionalisierte Schulsystem vom Kindergarten bis womöglich zur Universität und wird inzidentell durch (auch mediale) Sozialisation flankiert. Fort- und Weiterbildungen oder zweckfrei: Bildung in den unterschiedlichsten Durchführungsformen schließt sich bis zum Tod an. Diese Perspektive nehmen wir im zweiten Teil des Buches ein.

Der Band schließt mit ausgewählten Praxisbeispielen, die anhand von Projekten oder Personen zeigen, wie lebenslanges Lernen umgesetzt werden kann und umgesetzt wird.

Das Buchprojekt ist im Rahmen des Bündnisses für Lebenslanges Lernen des Landes Baden-Württemberg auf Initiative von Kurt W. Schönherr entstanden, der die Fertigstellung leider selbst nicht mehr miterleben konnte. Professor Schönherr war nicht nur seit Ende der 1950er Jahre führender Protagonist der Erwachsenenbildung, sondern auch selbst ein Paradebeispiel für lebenslanges Lernen. Als ehemaliger Student und langjähriger Weggefährte in verschiedenen gemeinsamen Projekten ehrt es mich, dass ich dieses Werk als Co-Herausgeber zum Abschluss bringen durfte.

Mein Dank, und ich denke, ich spreche auch im Namen von Professor Schönherr, gilt den Autoren, die sich an diesem interessanten Projekt beteiligt haben, dem Kultusministerium des Landes Baden-Württemberg, das dieses Buch überhaupt ermöglicht hat, und meinem langjährigen Lektor, Dr. Bernd Knappmann, nicht nur für das wie stets sehr gute Lektorat, sondern auch für die umfangreichen Koordinationsaufgaben, die das Projekt mit sich brachte. Den Leserinnen und Lesern wünsche ich interessante Einsichten und Erkenntnisse und viel Freude bei der Lektüre.

Potsdam, im Mai 2014
Victor Tiberius

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