Landgericht Berlin

 

Ich bin seit dem Jahr 2010 Handelsrichter an der Kammer für Handelssachen 101 des Landgerichts Berlin und befinde mich in meiner zweiten Amtszeit.

Handelsrichter sind seit 1877 ehrenamtliche Richter an einer Kammer für Handelssachen (KfH) an einem Landgericht. Anders als Schöffen und andere ehrenamtliche Richter sind Handelsrichter keine Laienrichter, sondern Fachrichter. Sie haben dieselben Rechte und Pflichten wie Berufsrichter. Sie tragen die schwarze Richterrobe.

Eine Kammer für Handelssachen ist ein Spruchkörper an einem Landgericht, der mit einem Berufsrichter und zwei Handelsrichtern besetzt ist. Alle drei Richter haben bei der Entscheidungsfindung das gleiche Stimmrecht. Wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten werden nur dann vor einer KfH verhandelt, wenn der Kläger dies beantragt hat.

In Berlin werden Handelsrichter auf gutachterlichen Vorschlag der Industrie- und Handelskammer zu Berlin durch das Landgericht für die Dauer von fünf Jahren ernannt und vor der ersten Verhandlung vereidigt. Wiederholte Ernennungen sind möglich.

Das Landgericht Berlin ist das größte Landgericht Deutschlands. Hier sind 14 Kammern für Handelssachen vertreten. Sie befinden sich alle im Hauptgebäude in der Littenstraße, das zwischen 1894 und 1904 von Otto Schmalz nach Vorentwürfen von Paul Thoemer und Rudolf Mönnich erbaut wurde und seinerzeit nach dem Stadtschloss der zweitgrößte Bau Berlins war.

Ich bin Mitglied der Vereinigung der Handelsrichter.

Kommentare sind geschlossen