Noteninflation beim Abitur

Die Zahl der Einser-Abiturientinnen und -Abiturienten in Deutschland nimmt deutlich zu. Hatte 2008 noch ungefähr jeder Fünfte einen Notenschnitt von mindestens 1,9, war es 2018 bereits mehr als jeder Vierte. Das geht aus einer Umfrage der „Rheinischen Post“ in 16 Bundesländern hervor. Demnach ist in den vergangenen zehn Jahren der Anteil der Einser-Abiturientinnen und -Abiturienten in 15 von 16 Bundesländern gestiegen. Allein Baden-Württemberg verzeichnete einen leichten Rückgang.

Die Daten der Länder belegen zudem, wie unverändert groß die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind. 37,9 Prozent der Thüringer Abiturientinnen und Abiturienten hatten 2018 eine Eins vor dem Komma stehen. In Niedersachsen waren es im selben Jahr nur 21,7 Prozent. Auf dem drittletzten Platz lag Rheinland-Pfalz: 22,5 Prozent verließen dort mit einem Einser-Abitur die Schule. Beim Schlusslicht Schleswig-Holstein waren es zuletzt 17,3 Prozent der Schulabsolventinnen und -absolventen.

Der DHV sieht mit Sorge, dass die Abiturnoten immer besser werden. Der „Noteninflation“ müsse Einhalt geboten werden: „Qualität muss Vorrang vor Quantität haben“, ließ der DHV gegenüber der „Rheinischen Post“ verlauten. Schon heute fehlten den Studienanfängerinnen und -anfängern häufig wichtige Grundkenntnisse, etwa in Mathematik.

Quelle: RP-Online.

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