Victor Tiberius (2011): Hochschuldidaktik der Zukunftsforschung: Inhalt
Inhalt
In einer Welt, die von zunehmender Dynamik, Komplexität und Diskontinuität geprägt ist und in der Menschen immer weiter in die Zukunft reichende Fern- und Nebenwirkungen evozieren, wächst der Bedarf nach einer Zukunftsforschung, die das Zukunftsbewusstsein schärft, mögliche und wahrscheinliche Zukünfte vorausdenkt, vor vermeidenswerten Zukünften warnt, die Diskussion über wünschenswerte Zukünfte anregt und nachhaltige Gestaltungsoptionen aufzeigt.
Eine Wissenschaft steht und fällt nicht nur mit ihrer Forschungs-, sondern auch mit ihrer Lehrqualität. Obwohl es seit den 1960er-Jahren grundständige Studiengänge in Zukunftsforschung gibt und die Behandlung von Zukunftsfragen in zahlreichen anderen Studiengängen Einzug nimmt, ist die didaktische Auseinandersetzung mit dem Hochschulstudium der Zukunftsforschung noch unausgereift. Aufgrund ihrer ontologischen und epistemologischen Besonderheiten und durch ihre sowohl analytische als auch normative Ausrichtung benötigt die Zukunftsforschung eine eigene Didaktik.
Die vorliegende Arbeit möchte eine hochschuldidaktische Konzeption für das Studium der Zukunftsforschung vorlegen, die Lehrziele, Lehrinhalte, Lehrmethoden, Lehrmedien und Möglichkeiten der Lernerfolgskontrolle für das Fach konkretisiert, um auf diese Weise auch das Fach selbst voranzubringen.