Inhalt

Der strukturelle Netzwerkansatz stellt einen Bezugsrahmen dar, welcher der formalen Analyse und darauf aufbauenden Erklärung sozialer Organisation und deren Wandels dient. Als Erfahrungsobjekte dienten zunächst Kleingruppen; seit den 1960er-Jahren wird er aber auch auf größere Untersuchungsobjekte, etwa Organisationen, angewendet. Prinzipiell ist er anwendbar auf jede soziale Entität, soweit sie sich durch Akteure und Beziehungen zwischen diesen beschreiben lässt.

Das Ziel des Beitrags ist zu überprüfen, inwiefern der strukturelle Netzwerkansatz in der Lage ist, nicht nur zurückliegendes Verhalten und daraus resultierenden Wandel zu erfassen, sondern darüber hinaus auch Aussagen über zukünftigen Wandel zu treffen. Zu diesem Zweck wird zunächst kurz auf die Grundüberlegungen des Ansatzes eingegangen.

Nachweis

Victor Tiberius/Christoph Rasche (2012): Zur Antizipation sozialen Wandels mithilfe des strukturellen Netzwerkansatzes, in: Tiberius, V. (Hrsg.): Zukunftsgenese. Theorien des zukünftigen Wandels, Wiesbaden (Springer VS), S. 273-280.