Inhalt

Die Pfadabhängigkeitstheorie erklärt, wie Ereignisse im Zusammenhang mit Selbstverstärkungsprozessen spätere Entwicklungsverläufe beeinflussen und so zu stabilen Zuständen führen. Damit beantwortet sie die Frage, warum und wie sich Lösungen am Markt oder in Organisationen durchsetzen, die per se ineffizient sind.

Der vorliegende Beitrag liefert einen Überblick über die Ursprünge der Pfadabhängigkeitstheorie in Technik sowie Volkswirtschaftslehre und ihre Übertragung in die Organisationslehre. Die Möglichkeiten, Pfade aufzulösen oder neue Pfade zu schaffen, werden dargestellt. Der Beitrag schließt mit einer kurzen Würdigung.

 

Gliederung

1. Pfadabhängigkeit: Von der Technik zu den Sozialwissenschaften
2. Pfadabhängigkeit in der Managementlehre
3. Abgrenzungen: Was Pfadabhängigkeit nicht ist
4. Pfadbrechung und Pfadkreation
5. Würdigung

 

Nachweis

Victor Tiberius (2010): Pfadabhängigkeitstheorie, in: WiSt, 39. Jg, Nr. 6, S. 280-283.