Grundzüge der Zukunftsforschung

 

Abstract

Das Ziel des Beitrags ist es, ein kurzes Portrait der Zukunftsforschung zu zeichnen. Dabei wird zunächst auf verschiedene Bezeichnungen für die Zukunftsforschung eingegangen, die teilweise unterschiedliche Akzentuierungen widerspiegeln. Anschließend wird auf die zwar abklingende, aber noch nicht vollständig aufgelöste Legitimationsproblematik der Zukunftsforschung eingegangen und aufgezeigt, wie sich die Disziplin von nicht-wissenschaftlichen und namensverwandten Zugängen zu Zukunftsfragen abgrenzt und welche Qualitätsansprüche an „echte“ Zukunftsforschung zu stellen sind. Es folgen ein kurzer historischer Abriss der noch jungen Disziplin und eine Bestandsaufnahme, die ihre Institutionalisierung an Universitäten, in Fachgesellschaften und in der Fachliteratur dar-stellt. In den weiteren Unterkapiteln wird die Zukunftsforschung wissenschaftstheoretisch näher charakterisiert. Dazu wird zunächst eine disziplinäre Verortung der Zukunftsforschung vorgenommen und betont, dass eine „reine“ Zukunftsforschung ohne inter-disziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fächern kaum sinnvoll erscheint. Anschließend werden Erkenntnisobjekte, Erfahrungsobjekte, Erkenntnisziele und Erkenntnismethoden spezifiziert, um abschließend auf verschiedene Teilparadigmen einzugehen, die sich in der Community gebildet haben.

 

Nachweis

Tiberius, V. (2011): Grundzüge der Zukunftsforschung, in: Tiberius, V. (Hrsg.): Zukunftsorientierung in der Betriebswirtschaftslehre, Wiesbaden (Gabler Verlag), 2011, S. 11-87, DOI:10.1007/978-3-8349-6642-1_1.