Abstract

fintechs-buchAnhängern der FinTech-Gemeinde zufolge haben große Universalbanken und Versicherungskonzerne ihren Zenit überschritten – und dies nicht nur aufgrund der Finanzkrise 2008, der seitdem erhobenen Kritik an deren „Systemrelevanz“ und den damit verbundenen Belastungen für den Steuerzahler („too big to fail“).

Die aktuellen informations- und kommunikationstechnologischen Entwicklungen machen es zudem möglich, finanzbezogene Kundenbedürfnisse passgenauer, intelligenter, einfacher, schneller und günstiger zu befriedigen.

FinTech- und InsurTech-Start-ups machen es sich so zur Aufgabe, nicht nur jede einzelne von Banken und Versicherungen angebotene Dienstleistung herauszufordern, sondern auch völlig neue Dienstleistungen zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund widmen wir uns in diesem Band dem disruptiven Potenzial durch innovative FinTech-Geschäftsmodelle. Damit werden drei aktuell viel diskutierte Theorie- und Praxisfelder zusammengeführt: FinTech-Start-ups, innovative Geschäftsmodelle und disruptive Technologien.

In unserem Einführungsbeitrag diskutieren wir zunächst die begrifflich-konzeptionellen Grundlagen dieser drei Forschungs- und Praxisfelder, betrachten zur Trendveranschaulichung einige exemplarische Zahlen zu etablierten Finanzintermediären und FinTech-Unternehmen und leiten aus einer allgemeinen SWOT-Analyse einige Strategieüberlegungen ab.

Im zweiten Teil des vorliegenden Bandes präsentieren sich ausgewählte FinTech-Unternehmen. Unser Ansinnen dabei war, ein möglichst breites Spektrum an unterschiedlichen Finanzdienstleistungen abzudecken. Die Unternehmen stellen dabei ihr Dienstleistungsangebot vor, gehen kurz auf ihre Unternehmenshistorie ein, erläutern ihr Geschäftsmodell und zeigen auf, welches disruptive Potenzial sie in ihrem Vorhaben sehen.

 

Nachweis

Victor Tiberius/Christoph Rasche (2017): Disruptive Geschäftsmodelle von FinTechs: Grundlagen, Trends und Strategieüberlegungen, in: Victor Tiberius/Christoph Rasche (Hrsg.): FinTechs. Disruptive Geschäftsmodelle im Finanzsektor, Wiesbaden (Springer Gabler, Edition BANKMAGAZIN), S. 1 – 25.